22-Stunden-Pilgerwanderung
2 Füße, 11 Etappen, 22 Stunden, 1000 Begegnungen
Ein Tag und eine Nacht von Isny nach Leutkirch
Ausgehend von Isny führt diese besondere Pilgerwanderung über die Adelegg, Rohrdorf, Urlau und Tautenhofen nach Leutkirch. Der Weg durchquert das „beseelte Allgäu“ vorbei an Kapellen, Kirchen und Kraftorten. Entlang der rund 42 Kilometer langen Wegstrecke, die vor allem dem Martinusweg folgt, warten beeindruckende Etappen und Stationen: bewegen – berühren – begegnen.
Erholsame Pausen und spirituelle Impulse machen die Wanderer/Pilger an Leib und Seele wieder fit für die nächste Etappe.
Zeit Miteinander
22 Stunden sind wir miteinander auf dem Martinusweg unterwegs - vom 28.06. 10 Uhr bis 29.06. 8 Uhr. Das heißt: Berg und Tal, Kulturgeschichte und Natur pur. Türme und ihre Uhren weisen uns den Weg und sind Zeichen für die Zeit, die vergeht. Zugleich achten wir auch auf den Rhythmus unserer Schritte, Schritt für Schritt. Dabei kommt eine Dimension von Zeit in den Blick, die in der Hektik des Alltags häufig untergeht: das Jetzt.
Organisatorisches
Weglänge: 42 km | 12-13 Stunden Gehzeit | 8-9 Stunden Pause
Beginn Sa, 28.06. 10 Uhr auf dem Martkplatz Isny
Für Verpflegung ist auf der gesamten Wegstrecke gesorgt. Wir rasten und ruhen in Gemeindehäusern und Kirchen. Wegbegleiter:innen führen durch Tag und Nacht und bereiten die einzelnen Stationen vor.
Kostenbeitrag 100 €
Anbieter und Anmeldung
Die 22-Stunden-Pilgerwanderung ist eine Kooperation der Städte Isny und Leutkirch sowie dem Dekanat Allgäu-Oberschwaben.
Eine Anmeldung ist ab dem 1. April möglich.
Touristinfo Leutkirch, Tel. 07561 87-154
touristinfo@leutkirch.de
Isny Info, Tel. 07562 99990-50
info@isny-marketing.de
oder bei Reservix
Pilgern?
Pilgern ist Trend, sagen die einen – und beschreiben das Phänomen, von dem sich immer mehr Menschen anstecken lassen.
Pilgern ist Weg, sagen die, die sich darauf einlassen. Dabei ist schon eine wichtige Pilgermotivation benannt: Sich auf den Weg machen, unterbrechen, Urlaub machen für Leib und Seele. Das ermöglicht Abstand – und manchmal sogar die Erfahrung, dass im Gehen etwas geht, was im Alltag verborgen ist. „Man wandert mit den Füßen“, schreibt Hape Kerkeling, „und pilgert mit dem Herzen.“ Darin kommt auch die Sehnsucht zum Ausdruck, dass ich ankommen kann. Der Weg gehört dazu. Und auch ein Ziel.
Pilgern ist Weg und Ziel.
Der Weg, auf dem jemand und etwas geht, steht sichtbar und im übertragenen Sinn im Zentrum des Pilgerns. Genauso wichtig ist das Ziel, verstanden als Zielort, aber auch im Blick auf die Gedanken, die auf dem Weg mitgegangen sind. Den Pilger/die Pilgerin treibt die Suche nach Unterbrechung oder neuen Perspektiven um. Auch Sinnfragen können beim Gehen in den Blick kommen - und werden verbunden mit den Impulsen derer, die diese Wege schon gegangen sind.
Die Pilgertradition ist reich an Wegen und Orten. Neben den großen Pilgerwegen (Jakobusweg) werden in den letzten Jahren auch die kleinen, regionalen Wege entdeckt. Im Allgäu sind das Abschnitte des Martinusweges, der vom Bodensee kommend über Wangen, Eglofs, Isny, Leutkirch weiter nach Weingarten führt. Hinzu kommen die nicht ausgezeichneten Wege zwischen den Kapellen und Kraftorten. Sie stehen im Mittelpunkt des Samstagspilgerns (Kraftquelle Allgäu), das es seit 2013 als Kooperation zwischen Tourismus und Kirche im westlichen und württembergischen Allgäu gibt.
Im Netzwerk allgäusegen werden Angebote des Pilgerns gebündelt und neue entwickelt. Im Hintergrund steht der Dreischritt bewegen, berühren, begegnen:
Bewegen: In Bewegung kommen. Gehen.
Berühren: Innehalten, Stille, Texte-Musik-Kunst wirken lassen.
Begegnen: Zeit haben füreinander. In Kontakt kommen: Mit sich – der Welt – Gott.
Bildnachweis: 1, 2, 3, 4, 5 (Stadt Leutkirch), 6-12 (Dekanat Allgäu-Oberschwaben)